Transcreation? WTF? Was ist das? Viele haben dieses Wort noch nie gehört. Es handelt sich um einen relativ neuen Kunstbegriff, zusammengesetzt aus den Wörtern »translation« und »creation«. Transcreation geht über eine reine Wort-fürWort-Übersetzung hinaus. Inhalte werden für Zielmärkte und Zielleser adaptiert und genau auf deren spezifische Bedürfnisse abgestimmt. Die deutsche Bezeichnung könnte sinngemäß »Kreativübersetzung« lauten, im Sprachgebrauch hat sich jedoch auch hierzulande »Transcreation« durchgesetzt. 

Merkmale von Transcreation-Services

 Transcreation ist dann erfolgreich, wenn man der adaptierten Fassung die Adaption nicht anmerkt. Der Text muss zum Zielmarkt passen – nicht nur in sprachlicher und inhaltlicher, sondern auch in kultureller und funktioneller Hinsicht. Das umfasst Sprachstil, Tonalität, Dialekte, Redewendungen, spezifische Fachbegriffe und vieles mehr. Auch visuelle Codes Farben und Bildsprache sind Teil des Anpassungsprozesses.

 

 

Transcreation berücksichtigt zum Beispiel:

– kulturelle Gegebenheiten des Ziellandes

– Besonderheiten des lokalen Marktes

– Informations- und Kaufverhalten des Zielpublikums

– Firmen- und Produktimage

– Marketingkonzepte

– Botschaften und Emotionen des Originaltextes 

Für wen und wofür – Einsatzszenarien

Internationale Konzerne wie BMW, McDonald’s oder Dell setzen schon länger auf Transcreation. Doch auch für kleine und mittelständische Unternehmen ist der Ansatz interessant. Generell gilt: Wann immer Marken global wachsen und lokal punkten möchten, empfiehlt sich die Anwendung. Eine Studie hat ergeben: Menschen lesen Inhalte lieber in ihrer Muttersprache und 56 Prozent der Käufer ist die Sprache wichtiger als der Preis. Transcreation wird vor allem für Content mit starkem Marketingfokus eingesetzt. Das können etwa Claims, Internetseiten, Onlinebanner oder internationale Kampagnen sein. Bei allen Vorteilen: Transcreation ist zeitintensiver als eine »normale« Übersetzung. Es sollte daher vorab geprüft werden, ob sich der Aufwand lohnt.